Rhabarbersirup selber machen - einfaches Rezept und Varianten

Renate Büttner .

29. Oktober 2026

Rhabarbersirup rezept: leuchtend roter Sirup wird in eine Glasflasche gefüllt, schäumt leicht.

Ein selbst gemachter Rhabarbersirup bringt die angenehm säuerliche Frische des Frühlings direkt ins Glas und passt ebenso gut zu Mineralwasser wie zu Vanilleeis. Ich zeige dir ein unkompliziertes Grundrezept, erkläre die wichtigsten Handgriffe und gebe dir Ideen für Vanille, Erdbeere, Ingwer und kreative Toppings.

Fruchtiger Sirup mit wenigen Zutaten und vielen Möglichkeiten

  • Grundmenge für etwa 500 bis 600 ml Sirup
  • Kochzeit rund 20 Minuten plus kurzes Aufkochen
  • Blätter entfernen, da sie besonders viel Oxalsäure enthalten
  • Heiß abfüllen und anschließend im Kühlschrank lagern
  • Verwendung in Schorle, Cocktails, Desserts und auf Eis

Vier Eis am Stiel mit Rhabarbersirup-Rezept-Schicht, garniert mit Pistazien.

Das einfache Rhabarbersirup-Rezept für zu Hause

Für mein Grundrezept brauchst du keine Saftpresse und kein besonderes Zubehör. Ein großer Topf, ein feines Sieb und eine saubere Glasflasche reichen völlig aus. Die folgende Menge ergibt je nach Saftgehalt des Rhabarbers ungefähr 500 bis 600 ml Sirup.

Zutaten für eine Flasche

  • 1 kg Rhabarber, vorbereitet gewogen
  • 600 ml Wasser
  • 250 g Zucker
  • 1 Bio-Zitrone
  • optional 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 Teelöffel Vanillepaste

Der Zucker sorgt nicht nur für Süße, sondern gibt dem Sirup auch Körper. Mit 250 g Zucker bleibt der Rhabarbergeschmack deutlich erkennbar. Wer den Sirup vor allem als Dessertsoße verwenden möchte, kann die Menge auf 300 bis 350 g erhöhen.

Zubereitung in fünf Schritten

  1. Rhabarber gründlich waschen, Blattreste und Enden entfernen und die Stangen in etwa 2 cm große Stücke schneiden. Dicke oder sehr faserige Stangen vorsichtig schälen.
  2. Die Stücke mit dem Wasser in einen großen Topf geben. Alles aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen.
  3. Die weiche Masse durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch gießen. Den Saft auffangen, aber nicht kräftig pressen, wenn der Sirup klar bleiben soll.
  4. Rhabarbersaft, Zucker, Zitronensaft und fein abgeriebene Zitronenschale zurück in den Topf geben. Unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat, und den Sirup etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  5. Den heißen Sirup in eine sauber ausgespülte, möglichst vorgewärmte Flasche füllen und sofort verschließen.

Ich lasse den Rhabarber lieber langsam weich werden, statt ihn stark zu zerkochen. So schmeckt der Sirup fruchtiger und weniger marmeladig. Für eine besonders kräftige Farbe verwende ich rotstielige Sorten, während grüner Rhabarber meist säuerlicher und aromatischer wirkt.

Die richtige Vorbereitung entscheidet über den Geschmack

Verwende feste, glänzende Stangen ohne weiche Stellen. Die Blätter und Blattansätze gehören vollständig entfernt, weil sie deutlich mehr Oxalsäure enthalten als die Stiele. Bei empfindlichem Magen oder großem Rhabarberkonsum serviere ich den Sirup gern zu Joghurt, Quark oder Eis, denn calciumreiche Lebensmittel passen geschmacklich gut dazu.

Ob du Rhabarber schälst, hängt von der Qualität ab. Junge, dünne Stangen sind oft zart genug für die Verarbeitung mit Schale. Bei älteren oder dicken Stangen können die Fasern später im Sieb stören und den Sirup etwas grob wirken lassen.

Klarer oder kräftiger Sirup

Für einen klaren Sirup lässt du die gekochte Masse einfach abtropfen und drückst sie nur leicht an. Ein trüber Sirup ist aber nicht schlechter. Wenn du ihn auf Eis, in Joghurt oder über einen Kuchen gibst, bringt die etwas vollere Konsistenz sogar Vorteile.

Die übrig gebliebene Rhabarbermasse muss nicht in den Abfall. Ich mische sie gern unter Apfelmus, rühre sie in Naturjoghurt oder verwende sie als Fruchtboden für ein schnelles Dessert. Sie enthält weniger Flüssigkeit, aber noch viel Aroma.

Vier Varianten für mehr Abwechslung

Das Grundrezept lässt sich leicht verändern, ohne dass der typische Geschmack verloren geht. Ich würde allerdings immer nur eine dominante zusätzliche Note wählen. Zu viele Gewürze machen den Sirup schnell beliebig.

Variante Menge Geschmack und Verwendung
Vanille 1 Vanilleschote oder 1 TL Paste Rund und weich, ideal zu Vanilleeis, Pudding und Panna cotta
Ingwer 15 bis 20 g frischer Ingwer Frisch und leicht scharf, besonders gut für Schorle und Cocktails
Orange Schale einer halben Bio-Orange Fruchtig und duftig, passt zu Erdbeeren und Schokoladendesserts
Minze 8 bis 10 Blätter Kühl und leicht, am besten erst nach dem Kochen kurz ziehen lassen

Vanille gebe ich bereits beim Kochen dazu, Minze dagegen erst für wenige Minuten nach dem Abseihen. Dadurch bleibt ihr Aroma frischer. Bei Ingwer genügt ein kleines Stück, denn seine Schärfe nimmt beim Kochen und Lagern noch etwas zu.

Rhabarbersirup als Topping für Eis und Desserts

Seine stärkste Seite zeigt der Sirup meiner Meinung nach nicht nur im Glas, sondern auf cremigen Desserts. Die Säure schneidet angenehm durch Süße und Fett, weshalb schon 1 bis 2 Esslöffel pro Portion genügen.

  • Vanilleeis mit frischen Erdbeeren und gerösteten Mandelblättchen
  • Joghurt oder Quark mit Hafercrunch und einem Schuss Sirup
  • Panna cotta mit einigen Himbeeren für einen fruchtigen Kontrast
  • Käsekuchen mit dünnen Sirupfäden statt klassischer Fruchtsoße
  • Schokoladeneis mit Orange und wenig Rhabarbersirup
  • Crêpes oder Waffeln mit Mascarpone und warmem Sirup

Für ein schönes Topping erwärme ich den Sirup nicht stark, sondern lasse ihn nur auf Zimmertemperatur kommen. Auf sehr kaltem Eis verteilt er sich dann langsamer und bildet glänzende fruchtige Streifen, statt sofort davonzulaufen.

Meine liebste Dessertkombination

Besonders stimmig finde ich Vanilleeis, Erdbeeren, Rhabarbersirup und ein paar gehackte Pistazien. Die Erdbeere bringt Süße, der Rhabarber Säure und die Pistazie einen nussigen Biss. Wer es etwas eleganter mag, ergänzt ein kleines Blatt Zitronenmelisse.

Haltbarkeit und typische Fehler

Saubere Flaschen sind genauso wichtig wie das Rezept. Spüle Flasche und Verschluss sehr heiß aus oder sterilisiere sie kurz in kochendem Wasser. Den Sirup kochend heiß und möglichst randvoll abfüllen, sofort verschließen und nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren.

Ohne geprüfte Einkochmethode würde ich selbst gemachten Sirup nicht monatelang bei Raumtemperatur lagern. Im Kühlschrank hält er sich ungeöffnet meist etwa 1 bis 2 Wochen, nach dem Öffnen sollte er innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Verändert sich der Geruch, bildet sich Schimmel oder beginnt der Sirup zu gären, gehört er vollständig entsorgt.

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Was häufig schiefgeht

  • Zu wenig Zucker lässt den Sirup dünn und deutlich kürzer haltbar werden.
  • Zu starkes Pressen macht die Flüssigkeit trüb und kann einen herberen Geschmack fördern.
  • Zu langes Kochen nimmt dem Rhabarber seine frische Säure und lässt die Farbe bräunlicher werden.
  • Unsaubere Flaschen erhöhen das Risiko, dass der Sirup schnell verdirbt.
  • Zu wenig Säure macht den Geschmack flach. Zitronensaft bringt Balance, ohne den Rhabarber zu überdecken.

Wenn der Sirup nach dem Abkühlen zu dünn wirkt, kannst du ihn einfach nochmals einige Minuten einkochen. Ist er zu intensiv, verdünnst du ihn beim Servieren mit Wasser oder gibst ihn gezielt über ein süßes Dessert.

So wird aus dem Sirup eine schnelle Rhabarberschorle

Für ein Glas mische ich etwa 30 bis 40 ml Sirup mit 200 ml gut gekühltem Mineralwasser. Eiswürfel, ein Stück Zitrone und etwas Minze machen daraus ein unkompliziertes Sommergetränk.

Für eine festliche Variante kommen 30 ml Sirup und 100 ml Mineralwasser in ein Glas, dazu 100 ml trockener Sekt oder alkoholfreier Schaumwein. Erst beim Servieren aufgießen, damit die Kohlensäure erhalten bleibt. Der Sirup eignet sich außerdem als Basis für einen leichten Gin-Drink oder als fruchtige Note in einer Bowle.

Ich dosiere lieber vorsichtig und gebe bei Bedarf nach. Rhabarber schmeckt schnell zu süß, wenn man das Verhältnis von Sirup und Getränk nicht anpasst.

Ein Glas Frühling für Eis, Kuchen und Getränke

Mit Rhabarber, Wasser, Zucker und Zitrone gelingt eine vielseitige Basis, die sich nach Geschmack verfeinern lässt. Vanille macht sie desserttauglich, Ingwer und Minze bringen Frische ins Glas, und Erdbeeren sorgen für ein harmonisches Topping.

Am besten füllst du den Sirup in eine kleine Flasche ab und lagerst ihn gekühlt. So bleibt das Aroma frisch und du kannst jede Portion genau dosieren, ob auf Eis, im Dessert oder als spritzige Schorle.

Häufig gestellte Fragen

Du brauchst 1 kg vorbereiteten Rhabarber, 600 ml Wasser, 250 g Zucker und eine Bio-Zitrone. Für eine Vanillenote kannst du zusätzlich Vanillezucker oder Vanillepaste verwenden.
Die Blätter und Blattansätze müssen vollständig entfernt werden, da sie besonders viel Oxalsäure enthalten. Junge, dünne Stangen kannst du meist ungeschält verwenden, während ältere oder dicke Stangen besser vorsichtig geschält werden.
Für Vanille eignen sich eine Vanilleschote oder ein Teelöffel Paste. 15 bis 20 g frischer Ingwer bringen Schärfe, die Schale einer halben Bio-Orange sorgt für ein fruchtiges Aroma und 8 bis 10 Minzblätter werden am besten erst nach dem Kochen kurz zum Ziehen hinzugegeben. Wähle möglichst nur eine dominante Zusatznote.
Fülle den Sirup kochend heiß in eine saubere, möglichst vorgewärmte und randvolle Flasche und verschließe sie sofort. Ungeöffnet hält er sich im Kühlschrank meist 1 bis 2 Wochen, nach dem Öffnen sollte er innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Bei verändertem Geruch, Schimmel oder Gärung muss der Sirup entsorgt werden.
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Autor Renate Büttner
Renate Büttner
Mein Name ist Renate Büttner und ich habe über 7 Jahre Erfahrung in der Welt der Eisrezepte, Desserts und süßen Kreationen. Meine Leidenschaft für das Backen und die Zubereitung von köstlichen Desserts begann in meiner Kindheit, als ich meiner Großmutter in der Küche zusah. Diese Freude am Experimentieren mit verschiedenen Zutaten und Geschmäckern hat mich bis heute begleitet. Ich schreibe über vielseitige Eisrezepte und kreative Dessertideen, die sowohl einfach zuzubereiten sind als auch beeindrucken. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere sorgfältig, vergleiche verschiedene Ansätze und halte mich über aktuelle Trends in der Dessertwelt auf dem Laufenden. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und präzise Informationen zu bieten, damit sie selbst in der Küche erfolgreich sein können.
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