Nutella-Tassenkuchen aus der Mikrowelle - so bleibt er saftig

Renate Büttner .

17. Oktober 2026

Ein köstlicher Nutella Tassenkuchen, bestäubt mit Puderzucker, wird mit einem goldenen Löffel probiert.

Wenn spontan etwas Süßes auf dem Tisch stehen soll, aber kein ganzer Kuchen im Ofen landen muss, ist ein Nutella-Tassenkuchen genau richtig. Der kleine Mikrowellenkuchen ist in wenigen Minuten fertig, braucht nur einfache Zutaten und lässt sich mit Eis, Beeren oder Nüssen wunderbar verfeinern. Hier findest du ein zuverlässiges Grundrezept, passende Backzeiten, eine eifreie Variante und die wichtigsten Tricks gegen einen trockenen oder gummiartigen Teig.

Ein warmer Tassenkuchen mit Haselnusscreme ist schnell gemacht und leicht anzupassen

  • Zubereitungszeit etwa 5 Minuten
  • Portion für eine große Tasse mit 350 bis 400 ml Inhalt
  • Mikrowelle bei 700 bis 800 Watt ungefähr 70 bis 100 Sekunden
  • Wichtigster Trick den Kuchen lieber etwas kürzer garen und bei Bedarf nachlegen
  • Besonders lecker mit Vanilleeis, Himbeeren oder gehackten Haselnüssen

Zwei köstliche Nutella Tassenkuchen in mintgrüner und lila Tasse, bereit zum Genießen. Dazu zwei Löffel und Schokoladenstücke.

Das Grundrezept für einen saftigen Nutella-Tassenkuchen

Für eine große Tasse reicht ein einfacher Rührteig mit wenigen Zutaten. Ich verwende gern etwas Backkakao zusätzlich zur Haselnusscreme, weil der Geschmack dadurch schokoladiger wird und der Kuchen nicht nur süß, sondern aromatischer schmeckt.

Zutaten für eine große Tasse

Zutat Menge
Ei 1 Stück, Größe M
Nutella oder andere Haselnusscreme 2 gehäufte Esslöffel, etwa 40 g
Mehl 4 Esslöffel, etwa 35 g
Backkakao 1 Esslöffel
Milch 1 Esslöffel
Zucker 1 Esslöffel
Backpulver 1/4 Teelöffel
Salz 1 kleine Prise

Die Creme bringt bereits viel Süße mit. Deshalb genügt ein Esslöffel Zucker, besonders wenn du eine sehr süße Haselnusscreme verwendest. Für einen weicheren Kern kannst du zusätzlich einen kleinen Teelöffel Creme in die Mitte des Teigs setzen.

Zubereitung in der Mikrowelle

  1. Eine mikrowellengeeignete Tasse mit etwas neutralem Öl ausstreichen.
  2. Ei, Milch, Haselnusscreme und Zucker direkt in der Tasse verrühren.
  3. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz dazugeben und nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  4. Die Tasse höchstens zu zwei Dritteln füllen, weil der Kuchen beim Garen deutlich aufgeht.
  5. Bei 700 bis 800 Watt zunächst 70 Sekunden erhitzen.
  6. Den Kuchen eine Minute stehen lassen und prüfen. Ist die Oberfläche noch sehr flüssig, folgen weitere 10 bis 15 Sekunden.

Der fertige Kuchen darf in der Mitte noch leicht weich wirken. Beim kurzen Ruhen zieht er nach. Genau hier liegt meiner Erfahrung nach der Unterschied zwischen einem saftigen Tassenkuchen und einem festen, zähen Mikrowellenkuchen.

Die richtige Mikrowellenzeit hängt von Wattzahl und Tasse ab

Eine feste Zeit für jedes Gerät gibt es nicht. Mikrowellen arbeiten mit unterschiedlicher Leistung, und auch die Form der Tasse verändert das Ergebnis. Eine breite Tasse gart den Teig schneller als ein schmales, hohes Gefäß.

Leistung Richtwert für eine große Tasse Ergebnis
600 Watt 100 bis 130 Sekunden weich und etwas saftiger
700 Watt 80 bis 110 Sekunden locker mit weicher Mitte
800 Watt 70 bis 90 Sekunden etwas fester und schnell fertig

Starte immer mit der kürzeren Zeit. Ein Tassenkuchen kann innerhalb von 15 zusätzlichen Sekunden deutlich trockener werden. Wenn der Teig beim Herausnehmen noch leicht glänzt, ist das meist kein Problem. Die Restwärme gart ihn noch ein wenig weiter.

Woran erkenne ich den richtigen Garpunkt?

Die Oberfläche sollte aufgegangen sein und nicht mehr flüssig aussehen. Ein Holzstäbchen darf mit einigen feuchten Krümeln herauskommen, aber kein roher Teig sollte daran kleben. Für einen besonders weichen Kern kannst du auf die Stäbchenprobe verzichten und dich an einer leicht federnden Oberfläche orientieren.

So gelingt der Kuchen auch im Backofen

Ohne Mikrowelle kannst du den Teig in eine ofenfeste Form oder kleine Keramikschale geben. Bei 170 °C Ober- und Unterhitze braucht der Kuchen etwa 12 bis 16 Minuten. Das Ergebnis wird gleichmäßiger und bekommt eine leichte Kruste, ist aber nicht mehr ganz so schnell wie die Mikrowellenversion.

Eifreie und vegane Varianten für unterschiedliche Vorlieben

Der klassische Teig mit Ei wird besonders locker. Trotzdem lässt sich das Rezept problemlos abwandeln, wenn kein Ei im Haus ist oder du darauf verzichten möchtest. Die Konsistenz verändert sich leicht, der Kuchen bleibt aber angenehm schokoladig.

Eifreie Version für eine große Tasse

  • 6 Esslöffel Milch
  • 2 Esslöffel Nutella oder Haselnusscreme
  • 2 Esslöffel neutrales Öl
  • 6 Esslöffel Mehl
  • 1 Esslöffel Backkakao
  • 1 bis 2 Esslöffel Zucker
  • 1/2 Teelöffel Backpulver

Verrühre zuerst Milch, Creme, Öl und Zucker. Danach kommen die trockenen Zutaten dazu. Bei 600 Watt dauert die eifreie Variante ungefähr 2 bis 2,5 Minuten. Kontrolliere sie ab 2 Minuten, denn auch hier wird der Teig bei zu langer Garzeit schnell fest.

Für eine vegane Version ersetzt du die Milch durch Hafer-, Soja- oder Mandeldrink. Achte bei der Haselnusscreme darauf, dass sie tatsächlich vegan ist, denn nicht jede Schokocreme enthält dieselben Zutaten.

Variante Stärke Darauf solltest du achten
Mit Ei locker und saftig nicht zu lange garen
Ohne Ei kompakter und schokoladig etwas mehr Flüssigkeit nötig
Vegan leicht und unkompliziert pflanzliche Creme und Milch verwenden

Diese kleinen Details machen beim Tassenkuchen den Unterschied

Die Tasse sollte mikrowellengeeignet und groß genug sein. Besonders praktisch sind Gefäße mit 350 bis 400 ml Fassungsvermögen. Kleine Kaffeetassen sehen hübsch aus, laufen aber wegen des Backpulvers schnell über.

Teig nicht überrühren

Sobald keine trockenen Mehlnester mehr zu sehen sind, ist der Teig fertig. Langes Rühren entwickelt das Gluten im Mehl und kann den Kuchen zäher machen. Kleine Klümpchen verschwinden beim Garen meist von selbst.

Die Haselnusscreme richtig einarbeiten

Ist die Creme sehr fest, kannst du sie vorab für wenige Sekunden erwärmen. Sie lässt sich dann besser mit Ei und Milch verbinden. Ich gebe gern einen zusätzlichen halben Teelöffel in die Mitte, weil daraus beim Löffeln ein angenehm weicher Kern entsteht.

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Warum der Kuchen manchmal trocken wird

Die häufigste Ursache ist eine zu lange Mikrowellenzeit. Auch zu viel Mehl macht den Teig trocken. Messe die Löffel deshalb möglichst locker ab und drücke das Mehl nicht fest in den Löffel.

Ein weiterer Fehler ist eine zu kleine Tasse. Wenn der Teig über den Rand steigt, gart er ungleichmäßig und kann an den Seiten trocken werden. Eine niedrige, breite Tasse liefert meist das beste Ergebnis.

Mit Eis, Früchten und Nüssen wird daraus ein richtiges Dessert

Warm aus der Tasse schmeckt der Kuchen bereits gut, aber ein passendes Topping macht ihn deutlich spannender. Besonders stimmig ist der Kontrast aus warmem Schokoteig und kaltem Eis. Ein kleiner Löffel reicht, damit das Dessert nicht zu schwer wird.

  • Vanilleeis mildert die Süße und schmilzt langsam auf dem warmen Kuchen.
  • Himbeeren oder Erdbeeren bringen Säure und Frische in das sehr schokoladige Dessert.
  • Gehackte Haselnüsse sorgen für knusprigen Biss und verstärken das Nussaroma.
  • Bananenscheiben machen die Kombination weicher und besonders sättigend.
  • Puderzucker oder Kakaopulver reichen aus, wenn es schnell und schlicht bleiben soll.

Für Gäste kannst du den Teig auf zwei kleinere Tassen verteilen. Dann verkürzt sich die Garzeit meist etwas, und jeder bekommt sein eigenes Dessert. Die Tassen solltest du trotzdem nicht mehr als halb bis zwei Drittel füllen.

Aufbewahren lässt sich der Kuchen nur begrenzt. Nach dem Abkühlen verliert er schnell seine lockere Struktur und wird fester. Ich bereite deshalb lieber genau die Menge zu, die sofort gegessen wird, statt Reste für den nächsten Tag einzuplanen.

Der beste Zeitpunkt für diesen kleinen Schokoladenkuchen

Dieses Rezept passt besonders gut zu einem spontanen Nachmittagskaffee, einem gemütlichen Filmabend oder einem schnellen Dessert nach dem Essen. Mit einer großen Tasse, wenigen Vorräten und knapp zwei Minuten Garzeit bekommst du einen warmen Kuchen, ohne Backform und ohne langen Abwasch.

Mein wichtigster Rat bleibt dabei schlicht. Garen, kurz ruhen lassen und erst dann entscheiden, ob noch Zeit fehlt. So bleibt der Nutella-Tassenkuchen innen weich, außen locker und schmeckt am besten direkt aus der Tasse.

Häufig gestellte Fragen

Bei 700 Watt dauert er etwa 80 bis 110 Sekunden, bei 800 Watt ungefähr 70 bis 90 Sekunden. Starte mit der kürzeren Zeit und gib bei Bedarf 10 bis 15 Sekunden hinzu. Nach einer Minute Ruhezeit zieht der Kuchen noch etwas nach.
Meist wurde der Kuchen zu lange gegart oder der Teig zu stark verrührt. Messe das Mehl locker ab, rühre nur bis keine trockenen Mehlnester mehr sichtbar sind und nimm den Kuchen heraus, solange die Mitte noch leicht weich wirkt.
Für die eifreie Variante brauchst du unter anderem 6 Esslöffel Milch, 2 Esslöffel Öl, 6 Esslöffel Mehl und einen halben Teelöffel Backpulver. Bei 600 Watt dauert sie etwa 2 bis 2,5 Minuten. Für eine vegane Version verwendest du pflanzlichen Drink und eine tatsächlich vegane Haselnusscreme.
Ja, der Teig kann in eine ofenfeste Form oder Keramikschale gefüllt werden. Bei 170 °C Ober- und Unterhitze braucht der Kuchen etwa 12 bis 16 Minuten und erhält eine gleichmäßigere Konsistenz mit leichter Kruste.
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Autor Renate Büttner
Renate Büttner
Mein Name ist Renate Büttner und ich habe über 7 Jahre Erfahrung in der Welt der Eisrezepte, Desserts und süßen Kreationen. Meine Leidenschaft für das Backen und die Zubereitung von köstlichen Desserts begann in meiner Kindheit, als ich meiner Großmutter in der Küche zusah. Diese Freude am Experimentieren mit verschiedenen Zutaten und Geschmäckern hat mich bis heute begleitet. Ich schreibe über vielseitige Eisrezepte und kreative Dessertideen, die sowohl einfach zuzubereiten sind als auch beeindrucken. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere sorgfältig, vergleiche verschiedene Ansätze und halte mich über aktuelle Trends in der Dessertwelt auf dem Laufenden. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und präzise Informationen zu bieten, damit sie selbst in der Küche erfolgreich sein können.
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