Nuss-Nougat-Kekse - So gelingen sie perfekt & bleiben weich

Renate Büttner .

23. Mai 2026

Leckere Nutella Kekse, umhüllt von gehackten Nüssen, liegen auf einem Teller. Ein Nudelholz mit der Aufschrift "Backe, backe Kuchen" und Weihnachtsdeko sorgen für festliche Stimmung.

Kekse mit Nuss-Nougat-Creme sind die Sorte Kleingebäck, die ich backe, wenn etwas Schnelles, Süßes und trotzdem Handfestes auf den Tisch soll. Der Reiz liegt nicht in komplizierter Technik, sondern in einer sauberen Balance aus Creme, Mehl, Ei und Backzeit. Ich zeige hier, wie der Teig zuverlässig gelingt, welche Varianten sinnvoll sind und wie die Kekse am Ende weich, nussig und nicht trocken werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für die einfachste Version reichen oft 3 Zutaten: Nuss-Nougat-Creme, Ei und Mehl.
  • Zimmerwarme Creme lässt sich besser verarbeiten und ergibt einen glatteren Teig.
  • Bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft liegen die meisten Backzeiten bei etwa 8 bis 12 Minuten.
  • Gefüllte Kekse gelingen besser, wenn die Cremeportionen vorher 30 bis 60 Minuten gefroren werden.
  • Zu viel Mehl macht die Kekse trocken, zu langes Backen hart sie nach dem Abkühlen nach.
  • In einer luftdichten Dose halten sie je nach Variante einige Tage bis etwa zwei Wochen.

Warum diese Kekse sofort funktionieren

Was Leser bei diesem Thema meist suchen, ist kein hochkomplexes Rezept, sondern eine verlässliche Lösung für spontanes Backen. Genau deshalb funktionieren Kekse mit Nuss-Nougat-Creme so gut: Sie brauchen wenig Vorbereitung, der Teig ist schnell zusammengerührt, und das Ergebnis schmeckt nach Schokolade und Haselnuss, ohne dass man viel Technik mitbringen muss. Für mich sind sie dann stark, wenn die Erwartung klar ist: kein feines Pâtisserie-Gebäck, sondern unkompliziertes, weiches Kleingebäck mit sofortigem Wohlfühlfaktor.

Die große Stärke liegt auch darin, dass man sie gut anpassen kann. Wer es schlichter mag, lässt sie pur. Wer mehr Dessertcharakter will, arbeitet mit Füllung, Kuvertüre oder einer Kugel Eis dazu. Genau dort wird aus dem simplen Keks ein sehr brauchbares Basisrezept für die nächste Süßspeise.

Welche Zutaten den Unterschied machen

Ich denke bei diesem Teig nicht in einer langen Zutatenliste, sondern in Funktionen. Jede Zutat hat eine Aufgabe, und genau das erklärt, warum manche Versionen weich und rund schmecken, während andere trocken oder brechig werden.

Zutat Aufgabe im Teig Worauf ich achte
Nuss-Nougat-Creme Geschmack, Fett und Süße zimmerwarm, gut rührbar, nicht klumpig
Ei Bindung und etwas Struktur am besten Größe M oder L, nicht zu kalt
Mehl Stabilität nur so viel wie nötig, sonst werden die Kekse trocken
Backpulver leichtere Textur 1 TL reicht meist völlig
Salz Geschmacksverstärker eine kleine Prise hebt die Süße
Butter macht manche Varianten mürber optional, wenn der Teig etwas reicher sein soll

Als einfache Basis funktioniert für mich oft ein Verhältnis von 250 g Nuss-Nougat-Creme, 1 Ei und etwa 130 g Mehl. Mit 1 TL Backpulver werden die Kekse etwas luftiger; ohne Backpulver bleiben sie dichter und wirken fast wie ein sehr schneller Schoko-Haselnuss-Mürbeteig. Sobald diese Basis sitzt, wird das Formen und Backen deutlich entspannter.

Damit sind die Zutaten geklärt, und jetzt kommt der Teil, an dem die meisten Fehler entstehen: das richtige Arbeiten mit dem Teig.

Schokoladige Nutella Kekse mit zartem Keks und dunkler Schokolade, perfekt für die Weihnachtszeit.

So backe ich sie ohne trockenen Teig

Der kritische Punkt ist nicht das Mischen, sondern das rechtzeitige Aufhören. Sobald der Teig homogen ist, braucht er keine weitere Bearbeitung mehr.

  1. Ich rühre die Nuss-Nougat-Creme kurz glatt und gebe Ei, Mehl, Backpulver und Salz dazu.
  2. Ich mische nur so lange, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Ein zäher, lange gekneteter Teig wird schnell fest.
  3. Für runde Kekse forme ich kleine Portionen von etwa 20 bis 25 g oder rolle walnussgroße Kugeln.
  4. Auf dem Blech lasse ich 4 bis 5 cm Abstand, damit die Kekse in Ruhe auseinanderlaufen können.
  5. Gebacken wird bei 180 °C Ober-/Unterhitze für etwa 8 bis 10 Minuten; bei etwas größeren Keksen eher 10 bis 12 Minuten.
  6. Ich hole sie heraus, wenn die Ränder gerade eben gesetzt sind und die Mitte noch weich wirkt. Das ist kein Fehler, sondern Absicht.

Für gefüllte Varianten arbeite ich zusätzlich mit kleinen, vorgefrorenen Creme-Portionen. So bleibt die Füllung im Inneren und läuft nicht einfach weg. Genau an diesem Punkt lohnt sich ein Blick auf die Varianten, weil nicht jede Form denselben Aufwand braucht.

Drei Varianten, die ich wirklich sinnvoll finde

Nicht jede Version dieser Kekse hat denselben Zweck. Manche sind für den Alltag gebaut, andere eher für Gäste oder als Dessertkomponente. Ich sortiere sie deshalb nach Einsatz statt nur nach Optik.

Variante Ergebnis Aufwand Wann ich sie wähle
Schlichte 3-Zutaten-Kekse weich, direkt, sehr schokoladig sehr gering wenn es schnell gehen soll und ich wenig Vorbereitung will
Kekse mit weichem Kern dessertartig, etwas opulenter mittel wenn ich einen klaren Schmelz im Inneren haben möchte
Sandwich-Kekse mit Cremefüllung stabil, sauber zu essen, gut stapelbar mittel bis höher wenn ich die Kekse verschenken oder gut transportieren will

Wenn ich für Gäste backe, greife ich meist zur Sandwich-Version. Sie wirkt ein kleines Stück durchdachter, ohne aufwendig zu sein, und lässt sich sauber auf eine Platte setzen. Für einen schnellen Nachmittagskeks reicht mir dagegen fast immer die schlichte Version, weil der Geschmack hier schon für sich arbeitet.

Wenn die Form steht, wird die Fehlerfrage wichtiger als die Rezeptfrage. Genau daran scheitern viele gute Ideen unnötig.

Typische Fehler und wie ich sie vermeide

Bei diesem Gebäck sind es oft Kleinigkeiten, die über gut oder mittelmäßig entscheiden. Ich halte mich deshalb an ein paar einfache Regeln, die zuverlässig funktionieren.

Fehler Folge So löse ich es
Creme zu kalt verarbeitet klumpiger Teig, schweres Mischen die Creme vorher zimmerwarm werden lassen
Zu viel Mehl trocken, bröselig, wenig Aroma Mehl schrittweise zufügen und nur so viel nehmen wie nötig
Zu lange gerührt oder geknetet fester, kompakter Biss nur mischen, bis alles verbunden ist
Zu lange gebacken harte Kekse nach dem Abkühlen früh aus dem Ofen nehmen, solange die Mitte noch weich wirkt
Füllung nicht gefroren läuft aus, verbindet sich mit dem Blech Cremeportionen 30 bis 60 Minuten einfrieren
Kekse zu dicht gesetzt sie laufen zusammen genug Abstand auf dem Blech lassen

Ich backe solche Kekse außerdem lieber auf Backpapier als direkt auf einem gefetteten Blech. Das klingt banal, macht aber beim Lösen und beim sauberen Auskühlen einen deutlichen Unterschied. Wenn Form und Hitze passen, bleibt nur noch die Frage, wie man sie richtig aufbewahrt und serviert.

Aufbewahren, einfrieren und als Dessert servieren

Bei süßem Kleingebäck lohnt sich ein realistischer Blick auf die Haltbarkeit. Weiche Kekse sind frisch am besten, aber sie lassen sich durchaus sinnvoll aufheben, wenn man sie sauber lagert.

Was lagern Wie lange Mein Praxis-Tipp
Gebackene, weiche Kekse etwa 3 bis 5 Tage luftdicht lagern, am besten kühl und trocken
Gebackene, eher trockene Kekse etwa 1 bis 2 Wochen in einer gut schließenden Dose zwischen Backpapier schichten
Gebackene Kekse im Gefrierfach bis zu 3 Monate nach dem Auskühlen portionsweise einfrieren
Roh geformter Teig 1 bis 2 Tage im Kühlschrank oder länger tiefgekühlt vor dem Backen vollständig auftauen oder direkt aus dem gefrorenen Zustand arbeiten

Als Dessert funktionieren sie besonders gut mit Vanilleeis, Haselnusseis oder einer einfachen Creme aus Schlagsahne und etwas Kakao. Ich mag auch die Kombination mit warmen Beeren, weil die Säure die Süße sauber auffängt. Genau dadurch werden aus einfachen Keksen keine bloße Nascherei, sondern ein brauchbarer Teil eines größeren Desserttellers.

Warum ich sie als flexibles Kleingebäck einsetze

Für mich sind diese Kekse mehr als nur eine schnelle Backidee. Ich nutze sie gern dann, wenn ich ein Gebäck brauche, das sowohl allein funktionieren als auch eine Rolle in einem Dessert spielen kann. Als Keks zum Kaffee sind sie unkompliziert, als Begleiter zu Eis bringen sie mehr Substanz mit als viele andere schnelle Süßigkeiten.

Wer den Geschmack noch klarer machen will, ergänzt geröstete Haselnüsse, eine kleine Prise Espresso im Begleitdessert oder einen feinen Strich dunkler Kuvertüre. Ich würde den Teig eher knapp als zu großzügig backen, lieber etwas weniger Mehl als zu viel nehmen und die Oberfläche nicht mit Deko überladen. Dann entsteht genau diese Mischung aus weichem Kern, nussigem Aroma und sauberem Biss, die bei diesem Kleingebäck den Unterschied macht.

Häufig gestellte Fragen

Oft liegt es an zu viel Mehl oder zu langem Backen. Füge Mehl schrittweise hinzu und nimm die Kekse aus dem Ofen, sobald die Ränder fest sind und die Mitte noch weich wirkt. So bleiben sie saftig und zart.
Nein, es ist besser, die Creme zimmerwarm zu verarbeiten. Kalte Creme ist klumpig und lässt sich schwerer mit den anderen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren, was das Endergebnis beeinträchtigen kann.
Weiche Kekse halten in einer luftdichten Dose etwa 3-5 Tage. Trockenere Varianten können bis zu zwei Wochen gelagert werden. Du kannst sie auch bis zu 3 Monate einfrieren.
Um dies zu vermeiden, friere die Nuss-Nougat-Creme-Portionen für die Füllung vorab 30 bis 60 Minuten ein. So bleibt die Füllung beim Backen stabil im Keksinneren und läuft nicht aus.
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Autor Renate Büttner
Renate Büttner
Mein Name ist Renate Büttner und ich habe über 7 Jahre Erfahrung in der Welt der Eisrezepte, Desserts und süßen Kreationen. Meine Leidenschaft für das Backen und die Zubereitung von köstlichen Desserts begann in meiner Kindheit, als ich meiner Großmutter in der Küche zusah. Diese Freude am Experimentieren mit verschiedenen Zutaten und Geschmäckern hat mich bis heute begleitet. Ich schreibe über vielseitige Eisrezepte und kreative Dessertideen, die sowohl einfach zuzubereiten sind als auch beeindrucken. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen klar und verständlich zu präsentieren. Ich recherchiere sorgfältig, vergleiche verschiedene Ansätze und halte mich über aktuelle Trends in der Dessertwelt auf dem Laufenden. Mein Ziel ist es, meinen Lesern nützliche und präzise Informationen zu bieten, damit sie selbst in der Küche erfolgreich sein können.
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